Fragen und Antworten zur Entwicklung der Sindelfinger Innenstadt

Veröffentlicht am 26.02.2021 in Stadtratsfraktion

Die Sindelfinger Zeitung hat der SPD-Gemeinderatsfraktion Fragen zur Zukunft der Innenstadt gestellt. Unsere Antworten finden Sie hier: 

1. Was sind Ihre konkreten Ziele für die Sindelfinger Innenstadt?
 
Wir möchten eine liebens- und lebenswerte Innenstadt für alle Generationen, in der die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert werden muss und sich unsere BürgerInnen wohlfühlen können. 
Die Innenstadt ist Sindelfingens Identität. Die BürgerInnen sollen eine Platz finden, den sie gerne aufsuchen, andere treffen, einkaufen, studieren und zur Vielfalt der Stadt beitragen. Die Neugestaltung der Innenstadt soll eine Geschichte erzählen, von einer Weberstadt zu einem industriellen Automobilzentrum. Mit Einzelhandel, Cafés, Ärzte, einem kleinen Park, Dachgärten, Kunst- und Kulturzentrum, Lernorte, Ansiedlung von Handwerks- und Kleinkunstbetriebe, attraktive Plätze und Einrichtungen. Ein überdimensionales Hochhaus schwebt uns nicht vor. Die Innenstadt sollte sowohl ein Frequenzbringer als auch ein touristischer Anziehungspunkt für auswärtige Gäste sein.

 2. Welche baulichen und strukturellen Maßnahmen haben dafür Priorität? Was muß bis wann umgesetzt werden?
 
Die Vorlage für die Sanierung der Tiefgarage wurde vom Gemeinderat verabschiedet. Mit der Sanierung muss jetzt mit höchster Priorität begonnen werden. 
In diesem Zusammenhang möchten wir, dass bei der Sanierung der TG die Planung der Oberfläche des Marktplatzes mit einbezogen wird. Die SPD denkt hier zum Beispiel an eine teilweise Überdachung des Marktplatzes. 
Der Zielbildprozess muss zügig umgesetzt werden. 
Wir wollen, dass die inhaltliche und architektonische Entwicklung des VoBa / Post Areals zügig von der Verwaltung angegangen wird. 
Die Planung, mit allen dazu notwendigen Vorbereitungen, sollte genehmigungsreif bis Mitte 2022 abgeschlossen sein. Mit der Realisierung muss 2023 begonnen werden.
Auf der Basis eines städtebaulichen Wettbewerbes, der die Bereiche Untere Vorstadt, Wettbachstrasse, Mercedes Strasse, Gartenstrasse, und Teile der Calwer Strasse umfasst, muss dieses zeitnah entwickelt werden. 
Einbezogen werden muss hier auch ein Verkehrskonzept und damit einhergehend auch eine Verkehrsberuhigung in unserer historischen Altstadt. 
 
3. Welche finanziellen Mittel würden Sie dafür zusätzlich zur Verfügung stellen?
 
Gemeinsam mit dem Gemeinderat hat die SPD Fraktion schon für etliche Projekte für die Bereitstellung von Mitteln gestimmt. Die Mittelbereitstellung muss mit der Entwicklung und Umsetzung der Ziele Schritt halten. Dazu wurden bereits sach- und personenbezogene Voraussetzungen geschaffen. Die SPD wäre auch bereit, eventuell notwendige Aufstockungen in beiderlei Hinsicht mitzutragen. Die Fraktion der SPD würde letztendlich auch einer notwendigen Kreditaufnahme zustimmen, wenn für die schnellstmögliche Umsetzung der Projekte der Einsatz von Mitteln erforderlich ist.
 
4. Welche Vorschläge des GHV und der Initiative „Wir alle sind die Stadt“ unterstützen Sie?
 
Wir finden es großartig, mit welchem Einsatz und mit welchen Visionen die Initiative „Wir alle sind die Stadt“ und der GHV agieren. Wir wollen, dass alle hier vorgebrachten Vorschläge und Gedanken mit in die Entwicklung der Innenstadt einfließen, ernst genommen und nicht in Verwaltungsschubladen verschwinden. 
Nach Meinung der SPD Fraktion hat es grossen Charme, Überlegungen anzustellen, den Busbahnhof an den Bahnhof zu verlegen. Auch die Möglichkeit der Unterführung der Hanns-Martin-Schleyer-Straße sollte in einer Machbarkeitsstudie mit ungefähren Kosten auf der Agenda stehen.

 
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