SPD positioniert sich zur Hermann-Hesse-Bahn

Veröffentlicht am 30.10.2018 in Pressemitteilungen

In einer gemeinsamen Stellungnahme positionieren sich die SPD-Kreistagsfraktion, die SPD-Gemeinderatsfraktionen in Renningen und Weil der Stadt sowie die jeweiligen SPD- und Juso-Gliederungen zur Hermann-Hesse-Bahn. Die SPD-Kreistagsfraktion will den 3,9 Millionen Euro Zuschuss für die Hermann-Hesse-Bahn an den Landkreis Calw nur zustimmen, wenn bestimmte Punkte erfüllt werden.

„Nach wie vor halten wir es für sinnvoll, wenn der Landkreis Calw durch eine Bahn an die Region Stuttgart angebunden wird. Das entlastet auch unsere Straßen. Wir halten jedoch eine Elektrifizierung der Bahnstrecke für wichtig und wollen die, noch für dieses Jahr vorgesehene, erste Prüfung einer Verlängerung der S6 von Weil der Stadt nach Calw abwarten“, erklärt Tobias Brenner, Fraktionsvorsitzender der SPD im Böblinger Kreistag. 

Neben dem Forderungen nach Lärmschutz, Vorrang der S6 und Förderungen durch das Land sind vor allem zwei Positionen neu in dem Papier: Sollte eine Verlängerung der S-Bahn als unwirtschaftlich abgelehnt werden, fordern die SPD-Gremien den Ausbau der Bahnstrecke in Calw zu beginnen und in Richtung Weil der Stadt bzw. Renningen fortzusetzen. Baumaßnahmen zwischen Weil der Stadt und Renningen sollen vorerst zurückgestellt werden, um die Zeit für vertiefte Untersuchungen (z.B. Fahrgastzahlen, Wirtschaftlichkeit, Ausbau der Strecke Malmsheim – Weil der Stadt) nutzen zu können. „Wir halten die S-Bahn-Verlängerung nach wie vor für die beste Alternative. Das unterstützt auch der Verband Region Stuttgart. Jedoch brauchen wir auch einen Plan B“, begründet der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und Renninger Stadtrat Jan Hambach diese Position.

Ebenfalls neu ist die Forderung den ganztägigen 15-Minuten-Takt, der in eineinhalb Jahren im kompletten S-Bahn-Netz gelten wird, in den Stresstest einzurechnen. Dieser Test soll herausfinden, ob das gemeinsame Fahren von S6 und Hermann-Hesse-Bahn auf der Strecke Renningen - Weil der Stadt, auch bei einem ganztägigen 15-Minuten-Takt der S6, möglich ist.

Das SPD-Positionspapier sieht vor, dass die SPD-Kreistagsfraktion dem 3,9-Millionen-Euro-Zuschuss an den Landkreis Calw für die Hermann-Hesse-Bahn erst zustimmt, wenn die Punkte aus dem Papier erfüllt sind. „Unsere Forderungen sollen neue Vorschläge in die Diskussion bringen. Wir würden uns freuen, wenn Herr Bernhard und Herr Riegger zu unseren Punkten Stellung beziehen“, sagt Josef Weber, SPD-Fraktionsvorsitzender im Weil der Städter Gemeinderat.

 

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